Sonntag, 5. Februar 2017

Hände …

Hande bilderkönnen Geschichten erzählen. - Schauen wir uns Hände an, so erfassen wir sogleich, ob sie einem jungen oder alten Menschen gehören, ob sie leichte oder schwere Arbeit verrichten, ob sie gepflegt sind oder ungepflegt. Hände können zufassen, streicheln, aber auch schlagen. Wir können unsere Hände falten, zu Fäusten ballen oder jemandem reichen.
Heute Morgen beim Werkeln in der Küche geschah etwas Eigenartiges: Ich beobachtete meine Hände. Ich sah, wie sie – für mich - tätig waren. Sie verrichteten ihre Arbeit, ohne dass ich groß darüber nachdenken musste. Auch jetzt suchen sie zielsicher die richtige Taste, damit ich diesen Text schreiben kann.
Was wäre ich – was wären wir – ohne unsere Hände? 
Es gibt Menschen, die ohne Hände leben und sie zeigen uns in beeindruckender Weise, dass dies durchaus möglich ist, dennoch möchte wohl niemand von uns auf sie verzichten. – Und nun frage ich mich, wann danken wir unseren Händen eigentlich dafür, dass sie für uns in so vielfältiger Weise tätig sind? Das gilt natürlich nicht nur für sie, sondern ebenso für unsere Sinnesorgane, für unser Herz, für unsere Füße, für unseren gesamten Körper. Er ist einfach da, verrichtet seine Arbeit und wenn er Glück hat, gehen wir pfleglich mit ihm um.
Doch außer diesen Gedanken, die ich mir machte, geschah noch etwas anderes: Ich wusste ganz sicher, dass es meine Hände sind, die ich beobachtete, doch ICH war nicht diese Hände – ICH war ‚nur’ der Beobachter. 


Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    Hände sind irgendwie selbstverständlich. Und erst wenn sie irgendwie außer Gefecht sind, sei es durch einen Bruch oder sonst was, dann merkt man doch wie sehr man sie braucht. Und was man mit denen alles machen kann...! Ich möchte sie nicht missen.
    Bei Schlaganfallpatienten therpiert man oft bestimmte Bewegungsabläufe vor dem Spiegel, damit das Gehirn irgendwie umgeleitet wird - keine Ahnung! Aber wenn man das selber versucht und nur die Hände beobachtet, dann hat man auch das Gefühl, dass die gar nicht zu einem gehören. Klingt das jetzt zu kompliziert???
    Egal, ich wünsch' Dir noch einen wunderschönen Sonntag mit viel Auszeiten für Deine Hände *g*
    LG
    Manu

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  2. Liebe Martina,

    ich möchte meine Hände nicht missen...und bin dankbar dafür, mit ihnen zu arbeiten und auch das alles funktioniert. Unentbehrlich...du hast Recht, mit deinen Gedanken!
    Vergisst man nicht all zu oft dankbar zu sein, das körperlich soweit alles funktioniert...Ja, ich bin dankbar!

    LG Klaudia

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  3. Liebe Martina,
    alles was wir für selbstverständlich erachten, dem messen wir leider keine größere Bedeutung zu, doch schon alleine die unser Hände, wie du sie hier in deinem tollen Beitrag aufzeigst, ist
    großartig.
    Ich bin wirklich dankbar, dass ich zwei gesunde Hände habe.
    Wünsche dir noch einen gemütlichen Abend.
    Lg Sadie

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  4. Liebe Martina, das finde ich schön, zwei Seelen ein Gedanke!Du hast es noch wunderbar umschrieben und beschrieben, wie wichtig doch unsere Hände sind.
    Mitte Januar hatte ich auch das Thema, da hattest Du Deine Pause.
    Da sieht man, wir sind Seelenverwandte.Ein schöner beitrag von Dir!
    Liebe Grüße für Dich, Klärchen

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  5. Liebe Martina,
    danke für diesen tollen Beitrag!
    Du hast Recht - man vergisst allzu oft, dafür dankbar zu sein, dass der Körper reibungslos funktioniert. Erst, wenn man irgendwo Schmerzen hat oder einen ein Zipperlein plagt, erinnert man sich wieder daran ... oder wenn beispielsweise die Hände rauh und spröde werden, weil man mal wieder zu faul war (oder vergessen hat), sie einzucremen ...
    Liebe Grüße, einen schönen Abend, und eine friedliche neue Woche!
    Christine

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  6. Liebe Martina,
    wunderbare Worte über unsere Hände!
    Auch ich bin jeden Tag dankbar, daß ich sie habe und daß sie noch so gut funktionieren! Was wären wir ohne sie ....
    Hab einen guten Start in eine schöne neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  7. Super, liebe Martina!
    Ja, sie gehören zu uns und deshalb sind sie uns selbstverständlich und alles, was selbstverständlich ist, wird schon fast von uns ignoriert. Aber Du hast uns wieder darauf aufmerksam gemacht, dass wir über das für uns Selbstverständliche selbstverständlich auch dankbar sein sollten.
    Ich danke meinen Händen immer dann für ihre Arbeit, wenn ich sie beim Eincremen zärtlich streichele ;-) und jetzt werde ich dabei auch immer noch an Dich denken. Danke für diesen tollen Post.
    LG
    Astrid

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  8. Liebe Martina,
    mein erster Gedanke, als ich deinen Text über die Hände gelesen habe, war das Märchen von den Händen Gottes von Rilke - das ist wirklich zauberhaft....es lässt sich ergoogeln und nachlesen.
    Hände sind ein Segen!
    Liebe Grüße von Ulla

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  9. In der Ergotherapie arbeitet man mit Spiegeln. Im Spiegel sieht der Patient die bewegliche Hand. Die unbewegliche Hand liegt verdeckt hinter dem Spiegel. Der Patient sieht nur auf den Spiegel und führt mit der gesunden Hand verschiedene Übungen aus. Dann wird das Gehirn getäuscht und der Patient meint, es sei die kranke Hand. Dabei nimmt er die betroffene Hand besser wahr.
    LG Elke

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