Freitag, 3. Februar 2017

Kalenderblatt

Bildergebnis für gifs kostenlos kalenderGerade habe ich ein weiteres Kalenderblatt entfernt und mir gingen dabei so einige Gedanken durch den Kopf. – Kalender haben wir alle, um wichtige Termine zu notieren oder auch Geburtstage lieber Menschen, an die wir denken wollen.
Ich hab auch immer einen Tageskalender – am liebsten einen mit klugen Sprüchen :-) -, weil ich mir so am besten vor Augen führen kann, dass wieder ein Tag (meines Lebens) vergangen ist. Als ich eben das Kalenderblatt in der Hand hielt und mir bewusst wurde, dass wir schon den 3. Februar schreiben, dachte ich, dass der Januar irgendwie an mir vorüber gezogen ist. Ich habe wohl keinen einzigen Tag wirklich wahrgenommen und damit auch keinen einzigen Tag im Hier und Jetzt gelebt. Oft hielten sich in dieser Zeit meine Gedanken in der Vergangenheit auf. Das ist vielleicht zum Verarbeiten einiger Dinge manchmal vonnöten, doch es darf nicht sein, dass ich das Jetzt verliere. 
Wir sollen nach vorne schauen, heißt es oft. Aber birgt das nicht auch die Gefahr, sich aus dem Jetzt zu begeben? Ich lebe jetzt – in diesem Moment und wenn meine Gedanken sich mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftigen, kann ich diesen Moment gar nicht (er)leben. Wie viele Momente habe ich wirklich gelebt – im Hier und Jetzt – und in wie vielen Momenten war ich mit ganz etwas anderem beschäftigt, als mit meinem Leben, das genau in diesem Augenblick stattfand?
Ich finde es gerade richtig blöd, wenn ich darüber nachdenke, dass der Januar bereits Vergangenheit ist und ich ihn nicht wirklich mit Leben gefüllt habe. Doch wozu sind Erkenntnisse da? Bestenfalls, um aus ihnen zu lernen. Zum Beispiel das: Ich möchte nicht das Jetzt verlieren!



Eine Prinzessin hat sich in meinem
'Bloghaus' niedergelassen :-)!
Herzlich Willkommen,


Kommentare:

  1. Liebe Martina, das ist ein schöner Satz "ich möchte nicht das Jetzt verlieren", nein- das darf man nicht. Mir ging es auch so. Ende Januar, mein Kopf fragte mich, hast Du geschafft was Du wolltest? Nein, ich habe mich verzettelt, aber meine Malutensilien habe ich schon liegen.
    Es gibt aber Ereignisse die uns aufhalten, aber nicht ausbremsen, alles braucht seine Zeit, die muss man sich geben.Das Jahr läuft trotzdem weiter.
    Liebe Grüße, Klärchen

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  2. Liebe Martina,
    wunderchön geschrieben. Auch ich finden den Satz: Ich möchte nicht das Jetzt verlieren! gut. So sollte es auch sein.
    Einen guten Start ins Wochenende wünscht dir
    Irmi

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  3. Ich will das Jetzt auch nicht verlieren, aber es ist irgendwie schwierig.
    Meistens muss man sich ja mit Zukünftigem und Vergangenem beschäftigen.
    Ich denke einfach mal, dass sie ein Teil meines Jetzt sind.
    Gehört einfach dazu.
    Aber es stimmt schon, so schnell wie die Zeit verfliegt, manchmal kommt man einfach nicht mit.
    Noch einen schönen Abend

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  4. Ein schöner Vorsatz, liebe Martina!
    Mir gelingt es allerdings auch nicht immer, im Hier und Jetzt zu leben - und manchmal ist das Hier und das Jetzt auch gar nicht besonders schön. Und auh nicht "erlebenswert". Vielleicht könnte ich es zu erleben (zu genießen?) versuchen, dass ich in einer voll besetzten U-Bahn eingequetscht bin - aber vielleicht ist es in solchen Momenten auch besser, sich in Tagträume und Urlaubserinnerungen zu flüchten? Und manchmal hängen uns noch Erinnerungen, Erlebnisse nach, die verarbeitet werden wollen... das kann man nicht "währenddessen" tun, sondern nur im Nachhinein. Ich glaube nicht, dass man etwas versäumt, nur weil man manchmal in der Vergangenheit, manchmal in der Zukunft und manchmal in einer Traumwelt lebt... Man hat die Zeit ja dennoch mit LEBEN erfüllt...
    Ich wünsche dir auf jeden Fall sehr, dass deine Energie blad zurückkehrt!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Schönes Wochenende und alles Liebe,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/02/rostrosige-wintermarchen-capsule.html

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  5. Hihi, ich glaube, jetzt haben wir uns so ziemlich gleichzeitig gegenseitig besucht - hab nämlich gerade deinen Kommentar bei mir gesehen - DANKE!!! :-)

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  6. nicht das JETZT verlieren....!! Darüber denke ich auch gerade nach und merke:
    so ganz einfach ist das tatsächlich nicht, denn das geschieht ja meist unbewusst, man möchte nicht in der vergangenheit verweilen und dennoch gehört Gewesenes, erlebtes und getanes zu uns, hatte seine Bedeutung und war wichtig.
    Die Zeit rast an uns vorbei, was nehmen wir aus ihr mit....?
    besser machen, sichj besinnen und inne Halten im rasden....
    das sollten wir, ja, doch manchmal fällts schwer..
    dir einen lieben Gru´ß in deinen Tag liebe Martina..
    herzlichst Angel..

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  7. Liebe Martina, manchmal scheint es so, dass man nicht im Hier und Jetzt gelebt hat, aaaaaaaber
    an den Tagen, an denen du schreibst, bist du im Hier und Jetzt beschäftigt und sich mit andern Menschen oder Dingen zu beschäftigen ist auch vonnöten, um sich letztendlich wieder selbst wahrnehmen zu können.

    Ich wünsche dir natürlich, dass du das Jetzt nicht aus den Augen verlierst, aber auch, dass du dich nicht darin verlierst, während sich die Welt um dich herum weiterdreht ;)

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  8. Liebe Martina,
    das ist aber nett, so eine schöne Begrüßung! Vielen lieben Dank! Ja, mir geht es ganz genauso. Immer und immer wieder eigentlich, muss ich mich daran erinnern, nicht das Jetzt zu verlieren. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich in Gedanken irgendwo bin, nur nicht bei dem was ich tue. Und vielleicht ist es ein bisschen die Kunst, beim planen der Zukunft oder nachdenken über Vergangenes, dass man immer mit einem Bein im Jetzt bleibt.
    Liebe Grüße Patricia

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  9. Sehr schön hast du das wieder geschrieben. Ja es geht uns wohl allen so. Früher dachte ich es liegt daran wenn man älter wird das man da einfach etwas abgestumpft ist im Zeitempfinden, aber selbst meine Tochter mit 21 Jahren sagt das schon. Liegt es vielleicht an der Schnelllebigkeit der Zeit? Zuviel von außen was alles auf uns niederprasselt?
    Ich nehme mir auch immer vor mehr auf den Moment zu achten, aber der Alltag lässt das ganz schnell wieder vergessen, bis zu dem Moment wo mir auffällt das der Moment schon wieder Vergangenheit ist, ein Teufelskreis.
    Kennst du das Gedicht von Elli Michler, Ich wünsche dir Zeit? In diesem Sinne liebe Martina wünsche ich dir ganz viel Zeit ;)
    ♥lich Claudia

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