Montag, 20. März 2017

Rechts oder links

Alle, die schon länger bei mir lesen, wissen, dass es hier immer mal wieder Geschichten zu lesen gibt. Als ich gestern wieder einmal an einer Geschichte arbeitete, die ihr demnächst hier lesen könnt, kam ich an eine Stelle, an der ich innehalten musste. – Es war eine ‚Schlüsselstelle’ dieser Geschichte. Wie sollte es weiter gehen? Ich musste quasi stellvertretend für die Protagonistin eine Entscheidung treffen. In diesem Fall: Soll es ein Happy End geben? Dann muss sie jetzt zu diesem Vorschlag ‚Ja’ sagen. Natürlich kann sie auch ‚Nein’ sagen – es ist ja schließlich ihr freier Wille J - aber dann entwickelt sich die Geschichte natürlich vollkommen anders.
Weshalb ich euch das erzähle? Weil ich gerade dachte, dass es im wahren Leben genau so ist – mit dem einzigen Unterschied, dass kein anderer meine Lebensgeschichte schreibt und meinem Leben die Richtung gibt, sondern ich. ICH stelle die Weichen mit meinem ‚Ja’ oder ‚Nein’ und das nicht nur einmal im Leben. 
Bildergebnis für gifs kostenlos kreuzungenImmer wieder kommen wir an eine Wegkreuzung und müssen uns entscheiden. Gehen wir links oder rechts. Manchmal bleiben wir auch stehen, schauen unsicher zuerst in die eine, dann in die andere Richtung. Genau wie bei der erfundenen Geschichte sollten wir manchmal innehalten und Ausschau halten, bevor wir uns entscheiden. Leider wissen wir in diesen Momenten noch nicht, welcher Weg uns zu einem 'Happy End' führen wird.
Läuft es nach einer Entscheidung nicht rund, hadern wir mit uns (oder dem Schicksal). Ach, hätten wir uns doch bloß anders entschieden. Aber ich denke, dass das keinen Sinn macht. Vielleicht brauchten wir für unsere Lebenserfahrung genau diesen angeblich ‚falschen’ Weg, den wir durch eine ‚falsche’ Entscheidung eingeschlagen haben. Vielleicht gibt es gar keine ‚falschen Wege’, denn wir können ja aus allem, was uns begegnet und was sich uns in den Weg stellt, etwas lernen.
Wenn wir unser Leben Revue passieren lassen, gab es wohl für jeden Entscheidungen, von denen wir sagen: Die würde ich heute noch einmal genau so fällen – aber ganz sicher auch welche, wo wir uns fragen: Warum habe ich mich damals nur so entschieden?
Rechts oder links? Vielleicht sollten wir einfach darauf vertrauen, dass wir geführt werden und bei schwierigen Entscheidungen eher auf unser Herz hören, als auf unseren Verstand. Ich glaube, es kennt unseren Weg besser!


Herzlich Willkommen
und Carola von
'Jos Garten'
Wie schön, dass Ihr mir
jetzt ‚ganz offiziell’ folgt!
J


Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    ich denke auch, dass unsere Wege vorbestimmt sind. Wird es anders als gedacht, so hilft kein Hadern. Wir haben entschieden - haben auf unser Herz gehört. Und je älter man wird, desto leichter werden die Entscheidungen. Uns bleiben nämlich kaum noch andere Möglichkeiten.
    Einen guten Start in die neue Woche wünscht dir
    Irmi

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  2. Liebe Martina, genau darüber habe ich ein Gedicht geschrieben. Du hast in Deinem text es gut ausgeführt. Ja, ich bin zu dem Schluss gekommen, so wie auch Du, aber ich meien, in dem Augenblick, wo wir eien Entscheidung fällen, ist sie richtig. Später ist es nur noch einen Beurteilung dessen, ob es richtig oder falsch war. Ändern können wir nichts.
    Unser Herz tut eigentlich das einzig richtige, es entscheidet sich und zweifelt in dem Augenblick nicht, denn das übernimmt unser Verstand, und der ist später dran.
    Liebe Grüße, Klärchen

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  3. Das sind sehr kluge Worte, die du da an uns richtest.
    Sie sprechen von Lebensweisheit und Vertrauen, das ist schön.
    Ich komme manchmal an so Entscheidungen und lasse mich meistens von meinem Bauch leiten.
    Das geht auch mal in die Hose.
    Es gibt so ein, zwei Vorkommnisse, da frage ich immer noch wozu das gut war und wo der sinn wohl verborgen liegt.
    Aber, die höhere Macht wird es wohl wissen und ich bin sicher, wenn mal unser Lebensweg zu Ende ist, dann werden wir es wohl auch erfahren !
    ♥liche Grüße

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  4. Hallo Martina,
    es wird immer Momente geben, wo man zurück denkt, ob es so oder so richtig war bzw. gewesen wäre. Wir wissen es nicht und das ist vielleicht auch ganz gut so. Und warum nach hinten sehen, wenn wir doch die Möglichkeit haben guten Mutes nach vorne zu gehen.
    So sehe ich das - wenigesten meistens! Denn auch ich frag' mich oft, war es richtig so? Und im Nachhinein wenn ich über die Alternative nachdenke kommt meistens ein ja. Man muss damit glaube ich seinen Frieden finden und darf nicht immer allles in Frage stellen.
    GLG zu Dir vom heute sonnigen Ende der Straße. Und irgendwann gibt es hier auch Frühlingsblumen ich bin ganz sicher, denn trotz, dass die Tulpenzwiebeln in der Garage liegen schaut da doch was gelbes aus der Erde. Ich freu mich!
    Manu

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  5. Hinterher weiß man immer alles besser, aber manchmal muss man auch Risiken eingehen. Wenn man sich nicht entscheidet, kommt man nicht vorwärts.
    LG Elke

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  6. da schließe ich mich gerne ELKES Worten an,
    wer nicht - egal was - eine Entscheidung wagt, der kann weder gewinnen noch verlieren sondern bleibt stehen wo er gerade ist.
    Damit ist auch weder eine Verbesserung/keine Verschlechterung noch eine Weiterentwicklung möglich, also ists im Grunde doch einfach , wagen - auch auf (noch)unbekannten Pfaden zu gehen.
    Selbst wenn etwas nicht klappt, hat man zumindest etwas (auch über sich) hinzugelernt.
    herzlichst Angelface die damit deine Überlegungen gerne nachvollzieht und sich selbst Gedanken darüber macht.

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  7. Liebe Martina, gute Gedanken die du uns auf den Weg gibst!

    Seien wir froh, dass wir noch wählen können :)

    Liebe Grüße von Ulla

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  8. Hallo liebe Martina,
    zunächst Dankeschön für Deinen netten Kommentar... ich habe darauf geantwortet

    ... und nun lese ich wieder - spannend - wie sich Deine Geschichte entwickelt, wie viel im Hintergrund an Gedankenarbeit dahintersteckt. Und ich stimme Dir zu, ein Irrweg kann uns mitunter weiterbringen als der angepeilte gerade Weg! Eine wirklich wichtige Erkenntnis. Umwege zu laufen, zu fahren kann richtig Spaß machen, finde ich!

    Herzliche Grüßle von Heidrun

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