Montag, 24. April 2017

Kalt war es in


aber wunderschön!!

Warm eingepackt ging es an den Strand.


 Sooooo blau zeigte sich der Himmel!!


An diesem Naturstrand buddelten
unsere Enkel nach Schätzen ...


... und trauten sich sogar barfuß ins Meer. Brrrrrr!


Ich lieeeebe Strandzugänge,
wie diesen hier:


und Strände,
wie diesen hier, in Rerik:


Aber auch Naturstrände


 haben durchaus ihren Reiz!


Und damit melde ich mich zurück
von einer kurzen Reise.
Ein paar Fotos werden noch folgen -
aber nicht heute,
denn ich werde lautstark gerufen!
Von einem riiiiieeeeesigen Berg
Bügelwäsche!
Herzlich Willkommen, Alltag!! 
:-))))

Freitag, 14. April 2017

Die fremde Frau


Es ist Zeit für eine weitere Geschichte,
der diese Reizwörter zugrunde lagen:
Wasserhäuschen – Zipfelmütze – servieren – grillen – hilflos
Schaut doch bitte, ob es auch bei meinen Mitschreiberinnen eine Geschichte zu lesen gibt:


Sandra saß im Bus, um zu ihrem Arbeitsplatz, einem Kindergarten, der sich etwas außerhalb der Stadt befand, zu gelangen. Diese Zeit am Morgen nutzte sie so manches Mal, um sich in Tagträumen zu verlieren oder sich das Leben einiger Mitfahrenden vorzustellen. Meistens erschien ihr dieses viel interessanter und spannender als ihr eigenes zu sein. Vielleicht verlief es aber auch ganz anders, als sie sich das so ausmalte. Aber das war ihr egal. Sandra machte es Freude, sich diesen Gedanken hinzugeben.
Die nächste Busstation befand sich direkt neben dem Wasserhäuschen und Sandra wusste, dass dort wie an jedem anderen Morgen auch, eine ältere Dame zusteigen würde. Sie schätzte ihr Alter auf gut 70, daher würde sie sich wohl nicht auf dem Weg zu ihrer Arbeit befinden. Aber wohin fuhr sie an jedem Tag, den der Herrgott gab? Diesmal wollte es der Zufall, dass die Dame direkt neben Sandra Platz nahm. 
„Guten Morgen“, grüßte die ältere Frau freundlich und suchte sogleich das Gespräch: „Ist das nicht ein herrlicher Morgen? Sie sind gewiss auf dem Weg zu ihrer Arbeit.“ Sandra nickte. „Ach wissen Sie“, fuhr die Dame fort, „ich bin schon lange Rentnerin. Mein Geld kommt monatlich auf mein Konto, ohne dass ich etwas dafür tun muss. Auch wenn es nicht viel ist, so habe ich doch mein Auskommen. Es ist halt nur …“. Weiter sprach sie nicht. Stattdessen senkte sie den Kopf. Sandra war unsicher, ob sie nachhaken sollte. Schließlich kannte sie die Frau gar nicht. Sie war ja eigentlich eine Fremde für sie – und doch! Vielleicht war es auch Sandras Neugierde, die sie fragen ließ: „Was bedrückt Sie denn?“
Die Dame schaute hoch. „Interessiert Sie das wirklich?“
Wieder nickte Sandra.
„Ach wissen Sie, ich fühle mich oft so einsam und auch hilflos. Mein Mann ist schwer erkrankt, müssen Sie wissen. Wir konnten nicht mehr zusammen leben. Er leidet an Demenz, erkennt mich oft gar nicht mehr. Immerzu war er auf der Suche nach mir, obwohl ich direkt neben ihm stand. Er meinte, ich sei eine fremde Frau und wollte mich aus unserer eigenen Wohnung vertreiben. Das war eine schlimme Zeit. Mein Sohn hat dann dafür gesorgt, dass sein Vater in ein Heim kam, in dem er wirklich gut betreut wird. Jetzt fahre ich an jedem Morgen zu ihm, bleibe bis zum Mittagessen bei ihm und fahre anschließend wieder nach Hause. Die Nachmittage und Abende sind oft lang. Wissen Sie, ich wohne noch in unserer alten Wohnung, obwohl mein Sohn meint, ich solle doch zu ihm ins Haus ziehen. Das möchte ich aber nicht. Ich wäre doch gar keine Hilfe für ihn, ganz im Gegenteil.“
Sandra wunderte sich über ihre eigene Frage: „Lebt ihr Sohn allein oder hat er eine Familie?“
Wieder sah die Dame Sandra an. „Er hat seine Frau verloren. Vor zwei Jahren ist sie bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Jetzt lebt er mit seinem Sohn, meinem Enkel, allein in dem Haus. Wissen sie, mir fehlt einfach die Kraft, die beiden auch noch zu unterstützen.“
An dieser Stelle schwiegen beide Frauen und hingen ihren Gedanken nach. Sandra schämte sich dafür, dass sie sich das Leben anderer immer als perfekt ausmalte. Das war es wohl für niemanden. Wenn man hinter die Fassaden blickt, stellt man oft fest, dass es bei jedem Sorgen und Probleme gibt – aber natürlich gibt es ebenso viele glückliche Momente.
„Und Sie?“, erkundigte sich die Dame, „haben Sie Familie?“
„Ja, ich hab schon eine Familie, nur leider keine eigene. Meine Eltern leben ganz in meiner Nähe. Meine Schwester ist verheiratet, hat einen Mann und zwei süße Kinder. Ich gehe ganz in meiner Rolle als Tante auf. Aber wenn ich ehrlich sein soll, hätte ich schon gern irgendwann eigene Kinder. Wissen Sie, jetzt zum Osterfest treffen wir uns alle bei meinen Eltern. Dann werden wir grillen und meine Mutter wird uns leckere Salate servieren. Wir werden kleine Geschenke und Eier für die Kinder verstecken. Eigentlich ist alles perfekt und doch …“.
„Ich verstehe“, erwiderte die Dame, „das Leben geht manchmal eigene Wege, doch sie dürfen die Hoffnung auf eine eigene Familie niemals aufgeben. Es ist das größte Glück, eigene Kinder zu haben.“
Dann kramte die Frau in ihrer Handtasche: „Schauen Sie, dass ist mein Enkel.“ Sandra sah interessiert auf das Foto. Ein kleiner Junge mit einer roten Zipfelmütze strahlte ihr entgegen. „Aber den kenne ich doch“, rief Sandra aus, „das ist doch Luca.“
„Ja, so heißt er. Aber woher … ?“
„Er besucht den Kindergarten, in dem ich tätig bin. Er ist zwar nicht in meiner Gruppe, dennoch kenne ich seinen Namen - und ihren Sohn, den kenne ich auch, zumindest vom Sehen. Er bringt den Jungen morgens und holt ihn nachmittags auch wieder ab. Natürlich hab ich damals von dem tragischen Unfall erfahren. Aber ich konnte ja nicht ahnen, dass Sie die Mutter und Oma sind.“
„Wissen Sie, ich bin sicher, dass unser Zusammentreffen eine Bedeutung hat. Das Schicksal nimmt manchmal eigenartige Wege. Vielleicht können wir ja mal etwas zusammen unternehmen. Wollen Sie nicht am Ostermontag mit uns in den Zoo kommen? Ach bitte, es wäre eine große Freude, auch für meinen Sohn und meinen Enkel. Oder haben Sie an dem Tag schon etwas anderes vor? Entschuldigen Sie bitte, ich bin einfach viel zu forsch. Aber das ist so meine Art. Sie können es sich ja noch einmal überlegen und es mir morgen sagen. Sie fahren doch morgen wieder mit diesem Bus?“
Eigentlich war Sandra kein spontaner Mensch, doch in diesem Moment wurde ihr ganz warm ums Herz und sie wusste, dass sie dieses Angebot annehmen musste.
„Ich heiße übrigens Sandra“, rief sie der älteren Dame hinterher, als diese aufstand und Richtung Ausgang ging, „und ich komme sehr gerne mit.“
Freudestrahlend und winkend stieg die ältere Dame aus. Sandra kannte nicht einmal ihren Namen, doch sie spürte, dass sich ihr Leben durch diese Frau verändern würde.

© Martina Pfannenschmidt, 2017



Ihr Lieben,
ich danke Euch fürs Lesen der Geschichte und kündige
- bevor hier einer meckert :-) -
schon heute die 
Fortsetzung an.
In 14 Tagen geht es/sie weiter.
Solange müsst ihr Euch gedulden -
oder die Geschichte selbst zu Ende spinnen! :-)




Und last but not least: 
Liebe Manu,
Danke für die liebevolle Osterkarte!

Montag, 10. April 2017

Diese Fragen ...

fand ich bei 'mal-alt-werden'

An welchem Tag findet Ostern im Kalender frühestens statt?
→ 22. März
Ab welchem Jahrhundert wurde Ostern als “Drei-Tage-Fest” gefeiert?
→ 4. Jahrhundert
Wann wurde erstmals eine allgemein verbindliche Regelung für das Osterdatum beschlossen?
→ im Jahr 325
Seit welchem Jahrhundert sind die Fruchtbarkeitssymbole 'Ei' und 'Hase' als Ostersymbole belegt?
→ 17. Jahrhundert
Wie alt sind die ältesten verzierten Eier, die Archäologen gefunden haben?
→ 60.000 Jahre alt (verzierte Straußeneier aus dem südlichem Afrika)

Nachtrag:
Ulla 'Wort Werkstatt' hat noch viel mehr Wissenswertes über das Osterfest in ihrem Kommentar hinterlassen:

Ostern ist nach der germanischen Mythologie das Fest der Licht- und Frühlingsgöttin Ostara (Tochter von Odin)
Der Hase ist Sinnbild für Fruchtbarkeit und Begleiter von Ostara, der stellvertretend für die Göttin bunte Eier als Symbol für das Neuentstehen versteckt. Ein blaues Ei ist Hel (Göttin der Unterwelt) geweiht und bringt Unglück, ein rotes Ei ist Thor geweiht, bringt 3 Tage Glück und die Gelben sind Ostara geweiht.
Also: Augen auf beim Eierkauf ;)

Mittwoch, 5. April 2017

Als wir letztens mit Freunden

essen waren, mussten wir lachen, denn als die Speisekarten gebracht wurden, holten alle ihre Lesebrillen hervor, bis auf diejenigen, die sowieso schon eine tragen.
Wenn ich einkaufen gehe und ein Produkt kaufen möchte, das ich noch nicht kenne, schaue ich mir immer die Zutatenliste genau an. Das ging aber auch nicht mehr ohne Brille und die lag oft zuhause auf dem Schreibtisch am PC.
Brillen bilder
Ja und dann passierte folgendes: Mein Blick fiel aus dem Badezimmerfenster und ich dachte: Was machen denn die Walker dort oben auf dem Weg? Vier standen weiter links und schauten zurück zu einer 5. Person, die etwas abseits von ihnen stand. Weil ich mir Sorgen machte, ob es demjenigen vielleicht schlecht ging, schaute ich eine Weile hin. Alle standen still auf ihrem Platz, bis sich plötzlich einer aus dieser Gruppe löste und mit Riesenschritten Richtung Wald lief. Der Rest hinterher. In dem Moment wusste ich: Nun wird es Zeit für eine Gleitsichtbrille J! Bei der Gruppe handelte es sich nämlich um Rehe! Ja, ja, lacht nur! Wer den Schaden hat …, ich weiß!
Bildergebnis für gifs rehe
An dieser Stelle: Danke für die lieben Kommentare zur Bilder-Mini-Kurzgeschichte und zum neuen Profilfoto! Die Brille ist der Grund dafür! :-)

Dienstag, 4. April 2017

"Am liebsten würde ich ...

... den Kopf in den Sand stecken
oder besser gleich zwischen die Bretter hier!"



"Aber warum? Was ist passiert?
"Guck doch, siehst du den riesigen Höcker auf meiner Nase?"


"Ja klar! Er ist ja nicht zu übersehen." 
Upps!
"Ich finde, er macht mich hässlich!"
"Aber nein, er steht dir!"
"Wirklich?"
"Ja, wirklich!"
"Mach trotzdem noch mal eine Aufnahme, wo er nicht so auffällt!"


"Okay!"


Samstag, 1. April 2017

Schnepfe

Der heutige 1. April hätte sich wirklich gut geeignet,
um euch eine 'Ente' zu präsentieren
- also, eine 'Zeitungsente' meine ich -.
Stattdessen geht es in meiner heutigen Geschichte 
eher um eine Schnepfe - :-)!
Aber lest selbst!

Das sind die Reizwörter:
Waschbecken 
Finanzamt  
rutschen 
pflegen 
verschmieren
und das die Namen derer,
bei denen es zu diesen Wörtern 
ebenfalls eine Geschichte zu lesen gibt:



Foto: Martin Jäger/pixelio.de

Gisela verschmierte die Butter auf ihrem Brot. Das Gesicht, das sie dabei machte, verriet, dass sie innerlich kochte.
„Ist was?“, fuhr sie ihren Mann an, der sie ansah und sich nach ihrem Befinden erkundigen wollte.
„Nein, nichts. Ich dachte nur, du schaust so mürrisch.“
Im selben Moment ahnte er, dass er das besser nicht gesagt hätte.
„Weißt du, was diese Schnepfe von gegenüber zu mir gesagt hat? Ich wäre eine Übermutter hat sie gesagt und ich würde unter dem Helfersyndrom leiden. Mein Verhalten anderen gegenüber sei krankhaft, hat sie gesagt. Ich solle mir mal lieber eine Arbeit suchen, bei der ich Anerkennung fände, anstatt immerzu anderen mit meinen Hilfsangeboten auf die Nerven zu gehen.“
„Na, so schlimm ist es nun auch wieder nicht“, erwiderte Bernd, was seine Angetraute erst recht auf die Palme brachte.
„Was soll das denn heißen? Was ist nicht so schlimm? Mit mir ist es nicht so schlimm oder was sie gesagt hat, ist nicht so schlimm oder was ist nicht so schlimm?“
„Ich meine ja nur“, antwortete Bernd kleinlaut, „dass das mit deinem Helfersyndrom nicht so schlimm ist.“
„Ach, wie nett. Das ist also nicht soooooo schlimm – aber schlimm schon, oder was? Ist klar, dass du mit dieser Schnepfe unter einer Decke steckst, hätte ich mir ja denken können. - Nur wegen der hab ich heute Morgen Kopfschmerzen. Und jetzt gibst du ihr auch noch recht.“
„Aber Schatz, verdreh mir doch nicht die Worte im Mund. Ich hab doch nur gesagt, dass ich es nicht schlimm finde, dass du anderen Menschen gerne hilfst. Das ist doch nett von dir.“
Ui, da hatte Bernd ja gerade noch mal die Kurve gekriegt. Seine Gisela pflegte nämlich, schnell aus der Haut zu fahren. Jetzt war Diplomatie gefragt. Nun war Bernd von Natur aus nicht der größte Diplomat, doch er hielt es in diesem Fall für ratsam, nun seinerseits die Schnepfe schlecht zu machen.
„Nimm dir das doch nicht so zu Herzen, was die Trude sagt. Du kennst sie doch. Sie ist nun mal eine der größten Tratschen in unserer Nachbarschaft.“
„Ja, das ist sie. Da gebe ich dir ausnahmsweise recht. Und so was nennt sich dann Freundin. Pah, dass ich nicht lache. Die kann mich kreuzweise, kann die mich. Den Buckel runter rutschen kann die mir.“
„Die soll mal lieber vor ihrer eigenen Haustür kehren“, meinte Bernd, „und was heißt hier überhaupt, du sollst mal lieber arbeiten gehen. Als wenn du nicht schon genug mit dem Haus und allem zu tun hättest. Guck dir doch nur an, wie das bei denen aussieht. Sodom und Gomorra sag ich da nur. Also wenn ich an der Stelle von dem Heinz, ihrem Mann, wäre, du, dann würde ich der Trude aber was erzählen. Aber mit diesen langen Fingernägeln kann ja auch keiner im Garten arbeiten.“
Gisela lachte auf. „Da haste recht, Bernd. Die kann mit ihren Fingernägeln den Garten direkt umgraben.“
Bernd setzte nach: "Und überhaupt, wie die sich immer anzieht. Also das ist auch gar nicht mein Geschmack. Immer diese engen kurzen Röcke. Dabei hat sie gar keine schönen Beine. Aber wahrscheinlich meint sie, andere würden ihre Krampfadern nicht sehen.“
„Ja du, da kann sie aber nix für“, trat Gisela nun unerwartet für ihre Nachbarin ein. „Das ist erblich bedingt, hat sie mir mal erzählt. Wohl vonner Seite von ihrer Mutter her. Die hatte das wohl auch. Ne, schön aussehen tut es nicht, aber sonst hat sie ja noch ne gute Figur.“
„Findest du? Also mir ist sie zu dünn. Ich mag es lieber, wenn die Frauen ein paar Pfündchen mehr auf den Rippen haben.“
„So wie ich, oder was?“
„Ja, mein Schätzchen, so wie du.“
Oh weia! Bernd tapste an diesem Morgen wirklich von einem Fettnäpfchen ins nächste.
„Soll das heißen, dass ich fett bin?“
„Aber das hab ich doch gar nicht gesagt“, rechtfertigte er sich. „Ich hab doch nur gemeint, dass ich deine Figur besser finde, als die von der Trude.“
Gott sei Dank. Gisela ließ das mal so im Raum stehen. Ihr war heute wohl doch nicht nach Streiten zumute. Sie stand auf und ging ins Bad, um sich eine Kopfschmerztablette zu holen. Im selben Moment fiel ihr das verstopfte Rohr unter dem Waschbecken wieder ein. Als sie zurück in die Küche kam, fuhr sie ihren Mann an: „Ich hab dir schon 1000 mal gesagt, dass das Wasser im Bad nicht mehr richtig abläuft. Kümmerst du dich da jetzt drum oder soll ich den Handwerker rufen?“
Meine Güte, mit Gisela war heute aber wirklich nicht gut Kirschen essen. Wie gut, dass er gleich los konnte, Richtung Finanzamt. Die Arbeit dort war immer noch besser, als den Tag mit einer schlecht gelaunten Ehefrau zu verbringen.
Im selben Moment ging Bernds Laune direkt in den Keller: Und wohin sollte er in einem Jahr flüchten, wenn er Rentner wurde?

© Martina Pfannenschmidt, 2017