Donnerstag, 18. Mai 2017

Und plötzlich ist es wieder da,

dieses Gefühl, von dem du dachtest, dass du dich schon lange von ihm verabschiedet hast.

Woran ich denke? Stell dir vor, du stehst auf dem Wochenmarkt und kaufst ein. Während du das Wechselgeld erhältst, vernimmst du die Stimme eines früheren Kollegen: „Mensch, wir haben uns ja lange nicht gesehen. Wie geht’s, wie steht’s?“ Du erzählst von dir, der Kollege von sich und dann passiert es: Er erwähnt euren früheren gemeinsamen Vorgesetzten und erinnert dich daran, wie sich dieser Chef dir gegenüber verhalten hat.  

Da dachtest du, diese Sache längst abgehakt zu haben, doch in diesem Moment merkst du, dass es nicht so ist. Allein der Gedanke daran reicht aus, und schon lebt dieses Gefühl von damals in dir wieder auf.  Dein Kollege wird nicht ahnen, was er in dir angerichtet hat und du bist insgeheim sauer auf ihn, weil er es geschafft hat, dieses negative Gefühl in dir wieder hervorzurufen.

Aber kann es nicht auch sein, dass ‚das Leben, das Schicksal, der Zufall’ für diese Begegnung und die Aussage des Kollegen gesorgt hat? Wenn es also kein ‚dummer’ Zufall wäre, sondern seinen Sinn hätte, könnten wir in diesem Moment die Möglichkeit bekommen, uns wirklich und endgültig von diesem negativen Gefühl zu verabschieden.
Bildergebnis für animierte gifs Tschüss
Das ist dann so ein Moment, wo das viel beschworene ‚Loslassen’ uns wirklich befreit.

Vielleicht überprüft ‚das Leben, das Schicksal, der Zufall’ irgendwann noch einmal, ob es uns tatsächlich gelungen ist, los zu lassen. - Feststellen können wir es an unserer Reaktion. 



Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    dieses Gefühl kenne ich auch. Du hast das richtige für
    dich gewählt. Man muss loslassen und versuchen, hässliche
    Episoden zu vergessen.#
    Einen wunderschönen Abend wünscht dir
    Irmi

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  2. Wahre Worte liebe Martina...der Lehrer des Lebens kommt solange, bis man seine Lektion gelernt hat ;)Liebe Grüße, Ulla

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  3. das Leben lehrt uns - vieles - auch loszulassen - dennoch fällt es schwer in schwachen Minuten, nur in der gefestigten Sicherheit des Alltags können wir es üben wie es sich anfühlt oder dann, wenn wir wissen uns fängt jemand auf...
    es war ein gutes beispiel um zu überprüfen ob man sich getäuscht und die gefühle nur in sich vergraben hat.
    ja,m wahre worte
    alles Liebe für dich Martina...
    herzlichst Angel

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  4. Oh, ich habe mich in deinen Gedanken wieder gefunden...habe es kürzlich auf einer Familienfeier erlebt....und dachte auch, ich hätte längst damit abgeschlossen---doch weit gefehlt....doch heute kann ich damit anders und gut umgehen.Ja ich denke es kommt immer nochmal zurück, bis wir es ganz loslassen können?:-)

    LG Klaudia

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  5. Liebe Martina,
    auch ich kenne diese Gedanken sehr gut ...Danke, daß Du diese GEdanken und Gefühle mit uns teilst ... Loslassen, ja, das ist das Zauberwort, auch wenn es oft sehr schwer fällt ...
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag und einen guten Start in ein herrliches und entspanntes Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  6. Liebe Martina,
    ich kann mich nur anschließen, dieses Wort "Loslassen" ist zwar
    schnell ausgesprochen, aber ob man im Inneren auch wirklich loslassen kann, das glaube ich nicht. Eine Begegnung, ein Wort, ein Gedanke und schon ist wieder alles präsent, vor allem wenn es negativ behaftet ist.
    Ich wünsche dir ein wunderschönes WE und sag deinen Gedanken, die dich belasten wirklich Bye Bye ;-)
    Lg Sadie

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  7. Habe bereits letztes Jahr begonnen alles loszulassen was von früher noch stört und lebe jetzt in geradzu paradiesischer Zufriedenheit.
    Wünsche dir ein wunderschönes Wochenende liebe Grüße Lore

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  8. Liebe Martina,
    solche tiefgreifenden Erlebnisse brauchen ihre Zeit, um sie richtig verarbeiten zu können. Das habe ich auch schon öfters bemerkt.
    Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende,
    Christine

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  9. Liebe Martina das Gefühl kenne ich nur zu gut. Man kann es verdrängen, im Alltag vergessen, loslassen ist aber nicht so einfach. Es ist ja nicht absichtlich noch in mir drin, nein ich würde es wirklich gerne los werden. Aber Jahre des Ärgers, Jahre des Frustes, da ist es schon gut das man es meistens vergessen kann.
    Es braucht seine Zeit und auf einmal geht das auch nicht, aber Stückchen für Stückchen wird es dann doch!
    Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich dir, mit viel Freude und Sonne!
    ♥lich Claudia

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  10. Hallo liebe Martina, freilich die negativen Elemente in unserem Leben gehören - leider - dazu, sie lassen sich kurzfristig ausblenden, lauern jedoch darauf (wie Du es treffend beschreibst) empor zu kommen. Da ist mitunter guter Rat teuer. Toll finde, dass Du es als Chance wahrnehmen möchtest endgültig dieses brisante Kapitel abzuschließen. Guten Erfolg wünsche ich Dir dazu, das machst Du schon richtig.

    Liebe Grüßle vom Starnberger See, Heidrun

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  11. Liebe Martina, ich habe so eine negative Person auch in meinem Leben. Ich glaube, dass ich sie übersehen werde und sie kalt abservieren werden , Marke "ich kenne sie nicht".Damit hätte ich das Kapitel abgeschlossen. Habe schon deshalb meinen Friseur gewechselt, weil sie da auch hingeht. Ich kann das nicht ertragen, wenn sie da auftauchen würde. Berichte, wie es ausgeht. Liebe Grüße Eva

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  12. Zufallserinnerungen, vielleicht war das noch mal notwendig. Alles geht einem durch den Kopf und es wird endgültig verarbeitet was man verdrängt hat.Es kann in das Buch des Lebens eingetragen werden.
    Liebste Grüße, Martina, lasse ich gern hier, Klärchen

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  13. Vieles wird verdrängt und kommt in solchen Augenblicken leider wieder zum Vorschein. Das passiert sicher häufiger. Dann ist es wichtig, alles richtig zu verarbeiten.
    LG Elke

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  14. Liebe Martina,
    ich frage oft, ob etwas Zufall ist oder ob es Bestimmung ist. Zufallseerinnerungen, wie es Marie-Claire nennt, helfen uns Geschehnisse zu verarbeiten. Manchmal rufen sie Verärgerung hervor, manchmal Freude und manchmal ist man einfach nur froh, dass diese oder jene Zeit vorbei ist und wir sie wohlbehalten ohne Schaden überstanden haben.
    LG
    Astrid

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  15. Hallo Martina,
    bei manchen Themen braucht man einfach länger bis man sie abhaken kann und vielleicht ist es deshalb ganz gut, wenn man immer mal wieder damit überrumpelt wird und sich nochmal die Zeit dazu nimmt. Wahrscheinlich wird es mit jedem mal einfacher und irgendwann kannst Du drüber lachen, dass es Dich so lange beschäftigt hat. Mir geht es jedenfalls mit meiner Bandscheibe und dem Büro so, ich werde gelassener und gleichgültiger dem Thema gegenüber, auch wenn es mich immer noch nervt und ich das auch machmal sehr deutlich sage.
    LG zu Dir
    Manu

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  16. manches ist ganz tief in uns vergraben
    und manches lauert mehr unter der Oberfläche
    von vielem kann man sich verabschieden
    von manchem nie ..
    ich habe hier auch so ein paar Altlasten auch in schriftlicher Form liegen
    vielleicht wandern sie doch irgendwann in den Müll
    jetzt sind sie doch immer wieder ein Stachel wenn sie mir in die Hände fallen
    ich wünsche dir einen tiefen Seelenfrieden
    liebe Grüße
    Rosi

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